Identitäre Bewegung

Die Identitäre Bewegung (IB) war die erste soziale Bewegung der Neuen Rechten und schaffte es als Jugendbewegung mit spektakulären Aktionen bundesweit Aufsehen zu erregen. Kurzzeitig hatten sie großen Zulauf. 2014 erfolgte die Eintragung als „Identitäre Bewegung Deutschland e.V.“ (IBD). Die IB tritt vor allem durch Lokalverbände auf. Eine gemeinsame Überzeugung ist der Ethnopluralismus, ein rassistisches Konzept, nach welchem verschiedene Ethnien biologisch und kulturell getrennt werden. Demnach sind die Völker Europas vor allem vor der Islamisierung zu verteidigen, um die Identität zu wahren. Der Verfassungsschutz betrachtet die IB als „erwiesen rechtsextrem“.

Ein bekanntes Gesicht der Identitären Bewegung in Europa ist Martin Sellner. Beziehungen führender Köpfe der IB zum Beispiel zum Institut für Staatspolitik oder Compact sind bekannt. Die Verbindungen der IB zur AfD sind trotz eines formalen Unvereinbarkeitsbeschlusses eng. So sind IB-Mitglieder oftmals auch in der inzwischen aufgelösten Junge Alternative organisiert oder arbeiten für Abgeordnete wie den Fraktionsvorsitzenden im Landtag von MV. Für den Landtagsabgeordneten Jan-Philip Tadsen ist zudem in der Vergangenheit eine besondere Nähe zur IB festgestellt worden.

Foto von Martin Sellner an einem Rednerpult der Identitären Bewegung mit Deutschland- und Österreichfahne vor einem Hauseingang.
Martin Sellner an einem Rednerpult der Identitären Bewegung bei einer Kundgebung 2024 in Chemnitz

Der Auftritt der IB ist durch die Farbgebung gelb-schwarz geprägt. Ihr Logo enthält Lambda Λ, einen Buchstaben des griechischen Alphabets. Mutmaßlicher Hintergrund ist eine Comicverfilmung mit einer Heldenerzählung von einer Verteidigung der eigenen Kultur gegen eine Überzahl an Feinden.

Foto einer blauen Flagge mit aufgemaltem Lambda und Schriftzug der Identitären Bewegung Gelbe Beach-Stuhl Lehne mit aufgedrucktem Logo und Name der Identitären Bewegung

Schwarz-gelbe Flagge mit dem Logo der Identitären Bewegung